2 STUFIGES VERHANDLUNGSVERFAHREN
Gestaltung der beiden Baukörper als Doppeltrakter mit zentralem Eingangsbereich, der die gleichwertige Erschließung von zwei Seiten ermöglicht. Beibehaltung des Grundtyps mit bewusst gleicher Dimensionierung und zurücknehmender Differenzierung des Neubaus. Homogenität von alt und neu vor Individualität. Betonung der formalen Einheit. Insbesondere auch in Hinblick auf das städtebauliche Gesamtkonzept der Kaserne von Rudolf Tropsch und Hans Prutscher von 1903/04.
Die langen Fassadenfronten werden durch die schmalen Fenster rhythmisch akzentuiert. Die Längsseiten eher geschlossen, die Stirnseiten eher offen. Erkennbarkeit der Funktionsgruppen (1-2 Personen-Büros geschlossen – Besprechungszonen offen).
Beide Baukörper weisen die selbe Organisationsstruktur auf. Überschaubarkeit der Raumzusammenhänge (Stiegenhaus – Foyer – Büros – Gemeinschaftsbereiche). Einfache Organisation bei hoher Variabilität bzw. Flexibilität.
Schaffung von Begegnungs- und Kommunikationsräumen außen und innen im Nahbereich der Besprechungszonen.
Bestandsgebäude als klar konzipierter Eisenbetonbau. Im Innenraum wird die Tragstruktur zum bestimmenden Element. Durchbildung des Skeletts mit Stützen und Träger bzw. schlankem Rahmentragwerk.
Pfeiler auch als konstruktives Element im Neubau als Zeichen für maximale Nutzungsflexibilität. Ausbauraster ein Vielfaches von 30 cm (240 cm – 480 cm –720 cm Büro-Achsraster). Es können somit Büroräume mit 10 m2, 20 m2 oder 30 m2 bzw. 1, 2 oder 3 Personen-Büros entsprechend dem Bedarf geplant werden. Dem gewünschten Mix von 85% 2-Personen Büros a´20 m2, 10% 1-Personen Büros a´ 20 m2 und 5% 3-Personen Büros a´30 m2 wird entsprochen; es wären demnach für 190 Arbeitsplätze mind. 102 Büros erforderlich; der Entwurf weist 104 Büros (26 je Objekt je Geschoß) auf.
Aufzug im Neubau; barrierefreie Erschließung Altbau über Verbindungs-Trakt im EG und 1OG.
Ein zentrales außenliegendes Stiegenhaus je Gebäude; Einhaltung der maximalen Fluchtweglängen (40 m); Einhaltung der gemäß OIB zulässigen max. zul. Geschoßfläche.
Außenliegender Sonnenschutz, wo erforderlich (Süd, Ost und West).
Neubau mit KG (Werkstätten, Labors und Lager); KG Erschließung von außen über Rampe; bei Laderampe gedeckte Verbindung zum Nachbargebäude Objekt 17.
Unterirdischer TGA- Kollektor verbindet alle drei Gebäude (Objekt 15, 16, 17).